Pomonte

Der Name Pomonte stammt vom lateinischen „pede montis“, was „am Fusse des Berges“ heisst, oder aber von „post montem“, was so viel bedeutet wie „hinter dem Berg“. Die Römer bauten in der Region um Pomonte Granit ab. Wie schon in Chiessi ist auch in Pomonte für grosse touristische Bauten kein Platz. Es gibt einige kleine Hotels und Restaurants. Eine Strasse führt hinunter zum Kiesstrand, an dem Liegen und Sonnenschirme gemietet werden können. Im Norden des Strandes liegen einige glatt geschliffene Granitplatten. Taucher finden südlich von Pomonte, beim winzigen Inselchen, ein Schiffswrack. Dabei handelt es sich um das am 10. Januar 1972 gesunkene Frachtschiff Elviscot, das von Neapel nach Marseille unterwegs war. Der halbuntergegangene Bug wurde abgeschleppt, damit er für den nahen Strand keine Gefahr mehr darstellte. Der Rest des Schiffes ging daraufhin komplett unter. Er liegt in einer Tiefe von 12 Metern. Zu sehen sind das gesamte Heck, die Kommandobrücke und ein Seitenteil.

Hinterland

Hinter Pomonte zieht sich das von vielen Bächen durchzogene und daher sehr fruchtbare Valle di Pomonte hinauf.  Auch Pomonte ist ein idealer Ausgangsort für Wanderungen. Hier beginnt (oder endet) auch der GTE, der Fernwanderweg, der ganz Elba überquert und bis Cavo führt. Auf den Hügeln hinter dem Dorf findet man zahlrieche Caprili. Diese Hütten wurden früher von Ziegenhirten errichtet und als Unterstand genutzt. Der Name kommt von „capra“, was „Ziege“ bedeutet. Die Steine, welche für diese Häuschen verwendete, wurden mörtellos übereinandergeschichtet. Der Eingang liegt an der den vorherrschenden Winden abgewandten Seite. Die Caprili stehen entweder frei oder sind an einen Felsen gebaut. Gegen oben verjüngen sie sich und bilden so ein kleines Kuppeldach. In ihnen wurden früher auch Milch und Ziegenkäse gelagert.