Poggio

Poggio, was im Italienischen so viel bedeutet wie Anhöhe liegt, wie es der Name kundtut, an herrlicher Lage auf 350 m über Meer am Fusse des Monte Capanne. Der Ort ist umgeben von dichten Kastanienwäldern. Durch die engen Gassen und Treppen kann man stundenlang schlendern. Zentrum bildet die Piazza Castagnetto mit herrlichem Blick auf Marciana Marina und das Capo d’Enfola im Hintergrund. Hier befindet sich auch die einzige Bar des Dorfes, wo die Alten sitzen. Poggio hat im Winter gerade mal 200 Einwohner, im Sommer sind es dann knapp 700. In den Sommermonaten das Dorf ein beliebtes Ausflugsziel. Es liegt auf einer Hügelkuppe. Ganz zuoberst liegt die Kirche San Niccolo aus pisanischer Zeit. Auf die Piazza Umberto I. mit aus Steinplatten gepflastertem Boden ist sehr fotogen.

Geschichte von Poggio

Vermutlich lag hier schon eine römische Siedlung mit dem Namen Podium. Gegründet wurde der Ort, der damals noch Jovis hiess, im Jahr 527. Im 7. Jahrhundert entstand an der höchsten Stelle eine erste Befestigungsanlage. Als der Ort im 11. Jahrhundert in den Herrschaftsbereich von Pisa fiel, erhielt Jovis seine noch heute gut sichtbare mittelalterliche Ortsanlage. Zu dieser Zeit glich der Ort einer einzigen Festung, die von einer hohen Mauer und aneinandergebaute Wohnhäuser geschützt war. Nur ein einziges Stadttor konnte Jovis betreten werden. Die Kirche San Niccolo wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Mitte des 20. Jahrhunderts erlangte Poggio einen Ruf als Kurort und wurde auch Poggio Terme genannt. Das Wasser der Heilquelle versprach Linderung bei Gelenkschmerzen.